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Dermatologie News
Hautkrankheiten und Schwangerschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 04. April 2011 um 10:18 Uhr

Die Schwangerschaft führt zu gravierenden Veränderungen der weiblichen Hormone, was auch erhebliche Auswirkungen auf die Haut haben kann. Die meisten Veränderungen verschwinden einige Monate nach der Geburt wieder von selbst, und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Trotzdem führen diese läuft gut sichtbaren Veränderungen zu einer Verunsicherung, und jede Schwangere sollte die verschiedenen Erscheinungsbild erkennen, um sie von echten Hautkrankheiten unterscheiden zu können. Noch wichtiger sind die hormonellen Wechselbäder bei den Frauen, die bereits unter einer Hautkrankheit leiden. Hier kann es zu deutlichen Veränderungen kommen, allerdings nicht gerade in der ersten Schwangerschaftswoche wo der Körper noch keine gravierenden Veränderungen aufweist.

Akne

Akne kann ein gravierendes Problem während der Schwangerschaft werden. Die Hormonspiegel können die Produktion von Talg steigern, und damit den Ausbruch der Akne an den typischen Stellen von Gesicht, Brust und Rücken deutlich verstärken. da in der Schwangerschaft die meisten stärkeren Akneprodukte nicht anwendbar sind, kann lediglich versucht werden, mit einer geeigneten Hautpflege oder äußerlichen Therapie die Symptome der Akne unter Kontrolle zu behalten und die Male dieser Hautkrankheit nicht stärker zum Ausbruch kommen zu lassen

Hyperpigmentation

Fast alle schwangeren Frauen leiden unter einer Hautkrankheit die durch ungewöhnliche Dunkelfärbung bestimmt der Hautbereiche gekennzeichnet ist. Hyperpigmentierungen entstehen durch überschüssige Pigmente in der Haut durch übermäßiges Melanozyten-stimulieendes Hormon (MSH), es sind vor allem die Regionen der Brustwarzen, Intimbereich, Ellenbogen und Narben betroffen.
Hyperpigmentation ist ebenso bei einer Hauterscheinung mit dem Namen Melasma ein typisches Merkmal. Melasma eine dunkle Verfärbung im Gesicht, die bei einer großen Anzahl von Frauen zu bemerken ist.


Schwangerschaftsstreifen

Ebenfalls sehr gut sichtbar und und häufig sind die Schwangerschaftsstreifen. Sie sind während der letzten Monate der Schwangerschaft fast unvermeidbar und praktisch jede Frau leidet darunter in mehr oder weniger stark ausgeprägter Form. Eine gute Hautpflege, Zurückhaltung beim Essen und Hautmassagen sind verschiedene Ansätze, die hier immer wieder empfohlen werden.

Erkrankungen

Echte Hautkrankheiten im medizinischen Sinn sind im Zusammenhang mit der Schwangerschaft allerdings eher selten. Am häufigsten sind noch Formen von Juckreiz und Ausschläge, meistens im letzten Drittel der Schwangerschaft. Auch wenn sie harmlos sind sollte sich die betroffene Frau an den Hausarzt wenden,um die Diagnose zu sichern.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. April 2011 um 10:40 Uhr
 
Hautallergie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 11:04 Uhr

Die Hautallergie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erscheinungen. Es handelt sich um eine Allergie, die sich auf der Haut äußert, meistens in Form von einem Ekzem. Dabei ist es ganz wichtig, ob diese Reaktion durch einen direkten Kontakt mit der Haut entstanden ist (Kontaktekzem), oder ob es sich nur um die äußerliche Erscheinung zum Beispiel einer Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt.

Die Allergie an sich ist eine übersteigerte Überempfindlichkeitsreaktion des körpereigenen Immunsystems. Diese Reaktion wird durch eine übersteigerte Aktivierung durch Antigene ausgelöst. Der Körper löst einen falschen Alarm aus und schüttelt körpereigene Substanzen wie Histamin aus. Die Reaktion kann an verschiedenen Stellen des Körpers erfolgen, üblicherweise in Form von Heuschnupfen, allergischem Asthma und in lebensbedrohender Weise dem anaphylaktischen Schock.

Auf der Haut äußert sich die Allergie durch Schuppung, Rötungen, Anstellung und häufig starker Juckreiz. Allerdings ist es eines der großen Probleme, die tatsächliche Ursache herauszufinden. Bei berufsbedingten Allergien, das heißt wenn der Patient regelmäßig mit bestimmten Substanzen in Kontakt kommt, ist dies meist einfach. Gerade bei Friseuren ist einer Hautallergie eine häufige Berufskrankheit. Ganz typisch handelt es sich hier um ein Handexkzem.

Typische Verdächtige sind auch Kleidungsstücke und Schmuck, weil gerade auf Substanzen wie Nickel und Farbstoffe viele Menschen allergisch reagieren. Aber auch angeblich inerte Stoffe wie Gold, Silber und Platin können zu Allergien führen. Aber die möglichen Auslöser sind vielfältig: Hautpflegeprodukte, Handschuhe, Sonnenlicht und auch Wasser - letztlich alles, was regelmäßig in Kontakt mit der Haut kommen kann.

Bei einer Hautallergie ist die Mitarbeit des Patienten eine wesentliche Hilfe für den Arzt. Denn die Suche nach der Ursache bedeutet auch schon einen wesentlichen Schritt bei der Behandlung, denn Karenz löst das Problem. Nun ist es aus Umwelt oder beruflichen Gründen in vielen Fällen nicht möglich, den auslösenden Stoffen aus dem Weg zu gehen. Wie es mit großer Sorgfalt ein Weg zu wählen, die mit dem Hauptproblem umgegangen werden kann und muss. Letztendlich ist beispielsweise bei berufsbedingten Hautkrankheiten ein Berufswechsel dringend anzuraten.

Daher ist es sehr wichtig als Betroffener, sich umfassend mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Daher noch ein lesetip: Im Ratgeber gegen Hautallergien finden Sie hilfreiche Informationen zu Ursachen, Symptomen und möglichen Therapien.

Autor: L.M.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. Februar 2011 um 16:09 Uhr
 
Neuer Therapieansatz für vulgäre Warzen: intraläsionale Injektion der Mumps-Masern-Röteln-Vakzine PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 12. April 2010 um 14:32 Uhr

Die Behandlungsmöglichkeiten für vulgäre Warzen sind 2010 immer noch völlig unzureichend. Kommt es nicht zu einer spontanen Abheilung, besteht lediglich für die Salicylsäure, alleine oder in Kombination, Evidenz für eine Wirksamkeit (1). Diese Evidenz ist bereits fraglich für die Kryotherapie(1).

 

Vulgäre Warzen

Aufsehen erregten in den letzten Jahren Berichte über die Wirksamkeit intraläsionaler Injektionen verschiedener Antigene wie z.B. Candida, Mumps oder Trichophyton (2,3). Interessant war die Beobachtung, dass bei Vorliegen multipler Warzen die Behandlung einer singulären Warze nachfolgend zur Abheilung aller übrigen Warzen führt, was die Entwicklung einer profunden Zellvermittelten Immunität gegenüber den Humanen Papillomviren durch den Vakzinierungsprozess nahe legt.

In einer randomisierten Untersuchung erfolgte die Injektion der Mumps-Masern-Röteln (MMR)-Vakzine oder von Kochsalz in eine Warze (4). Eine Wiederholung erfolgte im 2-wöchigen Abstand bis zur vollständigen Abheilung, maximal 5 mal. 85 Patienten wurden mit der MMV-Vakzine, 50 Patienten mit der Kochsalzlösung behandelt. Bei allen in die Studie eingeschlossenen Patienten war zuvor eine Reaktivität nach intradermaler Injektion von 0,1ml der MMV-Vakzine nachgewiesen worden.

Die Daten von 70 Patienten der Verum- und 40 Patienten der Kontrollgruppe konnten ausgewertet werden (Tabelle 1).

Tab. 1: Klinisches Ansprechen unter intraläsionaler MMR-Vakzine-Injektion bei Patienten mit vulgären Warzen

Abheilung
vollständig partiell keine
n (%) n (%) n (%)
MMR-Vakzine (n=70) 57 (81,4) 7 (10) 6 (8,6)
Kontrolle (n=40) 11 (27,5) 6 (15) 23 (57,5)

Die Abheilungsrate unter der MMR-Vakzine war gegenüber der Placebokontrolle signifikant (p < 0,001). Die Abheilung betraf nicht nur die Warze, in die die Injektion erfolgte, sondern betraf bei multiplem Vorliegen auch die weiteren intraindividuell vorliegenden Läsionen.


Im Falle einer Abheilung zeigte sich über einen 6-monatigen Nachbeobachtungszeitraum kein Rezidiv.


Die verwendete Dreier-Vakzine ist sehr preiswert, die immunologische Kompetenz in der Bevölkerung gegenüber der Vakzine sehr hoch, so dass der Therapieansatz ein grosses Potenzial bei der Behandlung therapieresistenter vulgärer Warzen beinhaltet.

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck, München

Quellen:

1.Gibbs S, Harvey I; Cochrane Database Syst Rev CD001781
2.Horn et al.; Arch Dermatol 2005;141:589-594
3.Gupta et al.; J Eur Acad Dermatol Venereol 2008 ;22 :1089-1093
4.Nofal A, Nofal E ; Intralesional immunotherapy of common warts: successful treatment with mumps, measles and ribella vaccine. J Eur Acad Dermatol Venereol 2010; Feb 25 [Epub ahead of print]

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. April 2010 um 11:22 Uhr